Fräsen: Drehzahl- und Vorschubrechner
Spindeldrehzahl aus Fräserdurchmesser und Werkstoff, Tischvorschub aus Ihrem Zahnvorschub — die zwei Zahlen, mit denen jede Fräsarbeit beginnt.
Drehzahl und Vorschub gehören zusammen
Die Spindeldrehzahl ergibt sich aus der Schnittgeschwindigkeit und dem Fräserdurchmesser: n = (Vc × 1000) / (π × Ø). Aber rpm allein sagt nichts darüber aus, wie schnell der Tisch bewegt werden soll — das ist der Vorschub: Vf = fz × z × n, wobei fz angibt, wie dick der Span ist, den jeder Zahn abnimmt, und z die Zähnezahl. Zu schnelle Drehzahl bei zu langsamem Vorschub reibt und verbrennt den Fräser; zu schneller Vorschub überlastet ihn. Entscheidend ist das Zusammenspiel der beiden.
Von welchem Werkzeug gehen die Standardwerte aus?
Von Vollhartmetall-Schaftfräsern — kalibriert an einem realen Referenzpunkt (Aluminium, 3-mm-Schaftfräser bei 18 000 rpm ≈ Vc 170 m/min). Für HSS-Fräser etwa die halbe Schnittgeschwindigkeit ansetzen: einfach das Vc-Feld ändern.
Welchen Zahnvorschub (fz) sollte ich verwenden?
Kleine Fräser nehmen kleine Späne: Als grober Richtwert gilt fz ≈ 0.5–1% des Fräserdurchmessers (ein 6-mm-Schaftfräser: 0.03–0.06 mm pro Zahn). Hersteller veröffentlichen genaue Werte je Fräser — diese haben immer Vorrang.
Kann ich diese Werte direkt so verwenden?
Es sind Startwerte für steife Aufspannungen mit Kühlung. Große Auskraglängen, tiefe Nuten und dünne Wände erfordern langsamere, leichtere Schnitte. Beachten Sie die Spindel- und Vorschubgrenzen Ihrer Maschine.
Werden meine Daten irgendwohin gesendet?
Nein — das läuft vollständig in Ihrem Browser mit reinem JavaScript. Es wird nichts hochgeladen.
Was bewirkt die Option für beschichtete Fräser?
Beschichtete Schaftfräser vertragen höhere Drehzahlen und Vorschübe — je nach Beschichtung und Werkstoff etwa +20–50% bei TiN, +30–50% bei TiCN und +50–100% bei TiAlN. Dieser Rechner wendet bei aktivierter Option konservativ +33% auf sowohl Vc als auch den Vorschub pro Zahn (fz) an — ein sicherer Startaufschlag, keine Garantie. Gehen Sie bei den ersten Schnitten mit einem neu beschichteten Werkzeug vorsichtig vor, um die Werte zu bestätigen, bevor Sie weiter pushen.
Dieser Rechner gibt Ihnen einen Ausgangspunkt — prüfen Sie ihn immer gegen die tatsächlichen Grenzwerte Ihrer Maschine und die Angaben des Werkzeugherstellers. Beginnen Sie mit einem leichten Testschnitt und tasten Sie sich dann schrittweise an den optimalen Punkt heran: ruhiger Lauf, keine Vibration, kein Rattern. Spannen Sie Ihr Werkstück sicher ein und tragen Sie die passende Schutzausrüstung — Schutzbrille, Gehörschutz, für das Material geeignete Handschuhe und Kleidung, die sich nicht in beweglichen Teilen verfangen kann.
